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Rückschnitt von Baum- und Heckenwurzeln .
1. Der Fall

Zwischen den Grundstücken zweier Nachbarn steht seit langem ein Sichtschutzzaun von 2 m Höhe, hinter dem von einem Nachbar Eiben und Thujen gepflanzt wurden. Diese wuchsen heran und überragen heute den Zaun um mehr als 20 cm. Die Wurzeln drangen in das andere Grundstück ein. Der Eigentümer dieses Grundstücks verlangte den Rückschnitt der Pflanzen, weil diese sein Grundstück verschatten würden. Der Boden an der Grundstücksgrenze versauere auf Grund der herabfallenden Nadeln, so dass auch das Gras nicht mehr wachse. Gehwegplatten würden durch die Wurzeln angehoben, ein Betonstein der Einfassung der Einfahrt sei auch schon betroffen. Zwischen Gartentorsäule und Mauer habe sich ein tiefer Spalt gebildet. Außerdem wolle er eine weitere Terrasse errichten, was auf Grund der Wurzeln nicht möglich sei. Der andere Nachbar weigerte sich. Schließlich stünden die Pflanzen hinter der Schutzwand.

2. Das Urteil

Das Amtsgericht München hat den Nachbarn rechtskräftig verurteilt, die Eiben und Thujen auf die Höhe des bestehenden Sichtschutzzaunes zurückzuschneiden und auch die eingedrungenen Wurzeln zu entfernen:

Der Kläger habe einen Anspruch auf Rückschnitt der Pflanzen. Zwar gelte der gesetzlich geregelte Mindestabstand zur Grundstücksgrenze von 50 cm bzw. von 2 m bei einer Pflanzenhöhe von über 2 m nicht, wenn sich die Pflanzen hinter einer Mauer oder dichten Einfriedung befänden. Dies gelte aber nur, wenn die Pflanzen die Sichtschutzwand nur unerheblich überragten. Die Frage, ab welchem Maß ein erhebliches Überschreiten angenommen werden müsse, sei nach dem Sinn und Zweck der Vorschrift zu beantworten. Der Gesetzgeber sei davon ausgegangen, dass von Pflanzen, die lediglich die gleiche Höhe wie die Einfriedung aufweisen, denknotwendig keine nennenswerten Beeinträchtigungen für das Nachbargrundstück ausgehen könnten. Ein unerhebliches Übersteigen sei daher dann anzunehmen, wenn infolge der größeren Höhe ebenfalls keine Beeinträchtigungen zu erwarten seien.

Vorliegend habe die Beweisaufnahme allerdings ergeben, dass die Pflanzen zum einen mehr als 20 cm höher als die Einfriedung seien. Der Sachverständige habe zudem auch dargelegt, dass mit Beeinträchtigungen, insbesondere mit Nadelbefall, der den Boden schädigen könne, zu rechnen sei. Es sei daher von einer erheblichen Überschreitung auszugehen. Allerdings habe der Kläger nur einen Anspruch auf Rückschnitt bis zur Höhe der Sichtschutzwand.

Auch die Wurzeln seien bis zur Grenze zurückzuschneiden, da bereits Beeinträchtigungen wie zum Beispiel das Anheben von Platten festzustellen sei.

3. Konsequenzen für die Praxis

Die eigentliche ökologische Sprengkraft des Urteiles liegt in der Verpflichtung zum Rückschnitt der Wurzeln. Denn dies stellt die Statik insbesondere von Bäumen und damit ihr Überleben in Frage. Ohne Nutzung des Nachbarwurzelraumes wird sich die Vegetation vieler Grenzstreifen reduzieren.

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